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December 01 2010

Online: Dokumentarfilm über Cindy Sherman

Ich nehme an, daß hier einige Leute mitlesen, die wie ich große Fans der amerikanischen Fotografin Cindy Sherman sind, deren Arbeiten (Beispiele) Körper-, Geschlechter- und Rollengrenzen ebenso aufbrechen wie sie gekonnt (pop-)kulturelle Stereotype aufnehmen und dekonstruieren. Für alle Freunde von Shermans Arbeiten ist wohl der Dokumentarfilm Guest of Cindy Sherman von Interesse, den man sich jetzt online ansehen kann. Nähere Infos dazu habe ich in meinem Filmblog zusammengefaßt (und den Film selbst gibt es dort auch gleich).


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November 30 2010

Ihr habt nur den falschen Partner

Also, liebe Frauen, wenn Ihr nicht richtig Karriere gemacht bekommt, obwohl Ihr eigentlich besser seid als die Männer, dann liegt das daran… daß Ihr Euch den falschen Mann ausgesucht habt. So einfach ist das. (Lesben: Ihr seid da irgendwie nicht mit gemeint.)

So oder so ähnlich muß man sich jedenfalls die Welt aus den Augen von Uli Dönch vorstellen, Redakteur beim Focus. In seinem Kommentar “Frauen im Karriereloch? Selbst schuld!“, der Kopfzeile nach eigentlich mit dem Thema “Frauenquote” beschäftigt, hakt er dieselbe innerhalb der ersten paar Zeilen ab. Warum kommen die Frauen schließlich nicht so recht an die Vorstandsposten?

Die dem Zeitgeist angepasste Antwort wäre: Schuld sind die bösen Männern, die es niemals zulassen, dass die Kollegin an ihnen vorbeizieht. Und dagegen hilft eben nur Zwang. Sprich: die Frauen-Quote.

Aber die hilft natürlich nicht:

Diese Erklärung ist nicht nur feige. Sondern auch falsch. Wer das Phänomen verstehen will, muss tiefer graben. Woran liegt es also wirklich, dass Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten derart unterrepräsentiert sind?

Wohlgemerkt, das ist alles, was der Text an Auseinandersetzung mit dem Instrument der Frauenquote auf die intellektuelle Waagschale werfen darf, da argumentiert sogar Kristina Schröder noch differenzierter. Fragen wir einfach mal nach: Von welchem Zeitgeist ist die Rede? Wo spricht der von bösen Männern? Und warum hat die Telekom dann trotzdem eine Frauenquote eingeführt? Glauben die auch, daß ihre Männer in Führungspositionen alle böse sind, und haben sich dann eben diese Männer für eine feige (feige! Mir wird ganz blümerant!) Lösung entschieden, weil ihre Frauen daheim ihnen mit dem Nudelholz gedroht haben?

Ganz im Ernst: Nur sehr, sehr langsame Gemüter glauben heute noch, daß in den männerbündischen Vorständen aller Unternehmen ausschließlich böse Frauenfeinde regieren (obwohl diese dort so oft vorkommen mögen wie im Rest der Gesellschaft ja auch noch). Aber mindestens die Telekom hat begriffen, daß Strukturen dazu neigen, sich selbst zu reproduzieren, und daß man den Frauenanteil unter den Führungskräften am einfachsten dadurch erhöht, daß man einen bestimmten Anteil von Stellen festschreibt, der mit Frauen zu besetzen sei. Herrgott, sogar die CSU hat inzwischen eine Quote!

Aber Herr Dönch ist wohl zu faul oder zu bequem, sich mit möglicherweise komplexen Fragen zu belasten: Er nimmt sich einen behaupteten Popanz und sagt dann: Feige! Doof! Falsch! Unterkomplex! Und dann macht er einen karrieretheoretischen Dreisprung: Frauen wollen nicht, ihre Männer wollen nicht, weil: die Frauen sich leider den falschen Mann ausgesucht haben. (Wie gesagt: homosexuelle Frauen, ihr seid hier nicht mitgemeint.)

Ich möchte jetzt mal behaupten: Die Erkenntnis, daß man eine “70-Stunden-Tretmühle” als Lebensentwurf nur machen kann, wenn die/der Partner_in “seine Karriere der beruflichen Laufbahn seiner weitaus begabteren Partnerin unterordnet” bzw. des Partners – und warum eigentlich weitaus begabter? – ist so neu ja nun nicht, früher war diese Unterordnung ja normal, man nennt es Versorgerehe, mit Begabung hat es allerdings nicht so viel zu tun. (Früher hatte es vor allem mit Geschlecht zu tun, aber diese historische Dimension packe ich jetzt nicht in aller Größe aus.)

Zur Argumentation wird wieder einmal von “Alpha-Frauen” und “Alpha-Männern” geredet, mit Begriffen also aus der evolutionsbiologistischen Buddelkiste – aber kein Gedanke wird darauf verschwendet, ob eine “70-Stunden-Tretmühle” sinnvoll ist, wünschens- oder lebenswert; ob nicht vielleicht die Selbstverständlichkeit, mit der offenbar männliche Führungskräfte nur Beta- bis Gamma-Weibchen ehelichen (oder ihre Frauen dazu machen) das eigentliche Problem sein könnte, und wie es sich eigentlich mit diesem komischen Ding verhält, das ich manchmal im Scherz gleichberechtigte Partnerschaft nenne. (Katrin hat sich bei der Mädchenmannschaft dazu ein paar ausführlichere Gedanken gemacht.)

Aber ein glückliches Leben ist bei Dönch überhaupt kein Punkt der Argumentationskette. Stattdessen gibt es den Rat an die Frauen, bei der Wahl ihrer Partner doch genauer auf die eigenen Berufsaussichten zu schauen:

Der erste Rat geht an die karrierebewusste Frau: Sie sollte sich mehr Gedanken darüber machen, wen sie zu ihrem Partner wählt. Am besten jemanden, „der in seiner geistigen Kapazität zu ihr passt, der aber glücklich darüber ist, sie bei ihrem beruflichen Aufstieg unterstützen zu können“ (Kellaway).

Vielleicht bin ich für solche kapitalistische Durchdringung der emotionalen Verhältnisse einfach nicht empfänglich genug (obwohl diese natürlich sowieso stattfindet; Eva Illouz kann dazu eine Menge erzählen), aber jedenfalls bekommt der abschließende Rat an die Männer, den Dönch noch parat hat, für mich dadurch einen seltsamen Beigeschmack, obwohl ich ihn grundsätzlich und in der jetzt hier zitierten Reinform sogar nicht falsch finde:

Wer das Glück hat, eine solch tolle Partnerin durchs Leben begleiten zu dürfen, sollte selbstverständlich bei seiner eigenen Karriere zurückstecken.

Aber vielleicht ginge es eben auch alles gemeinsam. Und vielleicht ist “Karriere” auch kein Wert an sich.

@tristessedeluxe sieht übrigens ganz klar, wie man bei der Partner_innenwahl wirklich gewichten sollte. (Den Ironiemarker muß ich dazu nicht setzen, oder, den versteht Ihr auch so?)

so ein Quatsch! Menschen sollten ihre Partner_innen danach aussuchen, ob sie zu ihren Autos passen.


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November 26 2010

Herzlichen Glückwunsch, Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf!

Noch lange nicht reif für die Rente: Vor 65 Jahren wurde die erste Geschichte um Pippi Langstrumpf publiziert. (Am 13. September feierte die Süddeutsche auch schon mal den 65., weil Astrid Lindgrens Verlag am 13. September 1945 das erste Pippi-Manuskript [...] annahm.

Welches Datum man jetzt ansetzen möchte, bleibt vermutlich jeder und jedem selbst überlassen. Ein schöner Anlaß ist es allemal, wieder einmal den Titelsong der Verfilmungen anzuhören. Alles Gute, Pippi! Auf noch viele weitere Jahre.


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Re: Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Antje Schrupp trifft, wie so oft, den Nagel präzise dort, wo’s weh tut:

Kurz und gut: Es gibt keine „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Und das liegt nicht an zu wenig Kinderkrippen oder Teilzeitstellen oder Umverteilung der Familienarbeit – auch wenn gar nichts dagegen spricht, dass wir all das haben.

Aber die Ursache des Problems ist nicht, dass es Kinder gibt, die Arbeit machen und Aufmerksamkeit brauchen. Sondern dass es für diesen Lebensbereich keinen Platz im „normalen“ Berufsalltag gibt. Der durchschnittliche Arbeitsplatz ist immer noch so konzipiert, als wären wir alle kleine Patriarchen, die zuhause eine Ehefrau haben, die dafür sorgt, dass die Kinder nicht stören und keine Arbeit machen.

Bitte ganz lesen. Am Rande geht es dabei zum Beispiel auch um Andrea Nahles. Und um mein Leben sowieso.


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November 18 2010

“Rothaarige, bisexuelle Praktikantinnen”

What The Fuck, Jung von Matt?

(Ja, ich weiß, das soll lustig sein, ironisch, *zwinkerzwinker*. Aber Ihr legt damit nur schon einmal dar, wie man sich das mit den bürointernen Geschlechter, haha, “verhältnissen” vorzustellen hat, wer also bei Euch, haha, die Unterhosen anhat auszieht etc.

Und Ihr meint ernsthaft, daß sich darauf kreative, womöglich gar bisexuelle und/oder rothaarige Frauen noch bewerben wollten? Also solche, die was auf sich halten?

Es stimmt jedenfalls, einerseits, offenbar, daß Ihr dringend neue Kreative bräuchtet.

Andererseits: Terry Richardson in dieser sorry excuse of einer Stellenanzeige zu erwähnen, das paßt dann ja irgendwie schon wieder.)

(Hat-tip)


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November 10 2010

Kristina Schröder und die Sache mit dem Feminismus

Es haben inzwischen schon ganz, ganz viele kluge Menschen sich zu dem furchtbaren Interview geäußert, das Bundesministerin Kristina Schröder dem Spiegel für seine jüngste Ausgabe gegeben hat. Natürlich hat auch Alice Schwarzer sich schon zur Wehr gesetzt, und der Spiegel schlägt auf seiner Website aus der selbst produzierten (und vermutlich bewußt lancierten) Diskussion mit auch nicht reflektierteren Folgeartikeln und dann angeblich stattfindendem parteiinternen Getröte noch Kapital. (Und ich verlinke das hier auch noch!)

Bei Neon versucht man sich mittels präzise gesetzter Bohrungen daran, das Niveau der Feminismen-Diskussion auf neue Tiefen zu senken, während die Bild-Zeitung sich nicht zu blöd ist (aber die ist sich ja zu nichts, etc.), die Meinungsverschiedenheiten zwischen Schwarzer und Schröder auf ihrer gestrigen Titelseite als “Bizarren Sex-Streit” zu bezeichnen, was auf so vielen Ebenen schon sprachlich falsch ist, daß mir die Magensäfte grummeln.

Aber natürlich ist auch das alles zwingend für einen durch Medien fabrizierten Mediensturm, Rauschen im (nicht nur virtuellen) Blätterwald. Manche Rollen darin sind für mich gar nicht so klar. Zum Beispiel würde mich brennend interessieren, wie das Interview und die Themenwahl präzise zustande gekommen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Schröder nicht wußte, zu welchem Thema sie jetzt befragt werden würde – und auch mit solchen Gockeln als Gesprächspartner wird sie sicher schon öfter zu tun gehabt haben.

Das ist das eine; die furchtbaren Abgründe in dem, was Schröder so von sich gegeben hat – sowie die impliziten Denkvoraussetzungen, die sich dahinter verstecken -, das andere. Dazu gab es schon viel Kluges zu lesen, zum Beispiel:

Ich sage deshalb jetzt auch nichts Originelles, wenn ich meiner Irritation darüber Ausdruck verleihe, daß Schröder zwar Bedarf an Jungenförderung sieht und auch wahrnimmt, daß vor allem “die Jungs aus bildungsfernen Schichten” solchen Bedarf hätten – aber keinen Anlaß dazu sieht, danach zu fragen, ob dabei – womöglich sogar in bestimmten Gesellschaftsgruppen öfter auftretende – bestehende Geschlechtermodelle eine wichtige Rolle spielen könnten. Oder daß vielleicht die herrschenden Formen von Unterricht überhaupt für Kinder vielleicht nicht die bestmöglichen sind. Stattdessen will sie, inzwischen viel belächelt, “Diktate mit Fußballgeschichten” vorschlagen, die kämen bei Jungs eben besser an als “Schmetterlinge und Ponys”.

Jetzt mal abgesehen, daß ich mich auch als Kind da womöglich nicht so richtig einsortiert gefühlt hätte, kann ich mich nicht daran erinnern, daß wir seinerzeit enorm viele Diktate über Schmetterlinge und putzige Reittiere zu absolvieren hatten. Oder daß das irgendwas daran geändert hätte, ob wir Lust hatten, das Diktat jetzt gerade zu schreiben.

Aber Frau Schröder, die nicht daran glaubt, daß die Umwelt den Menschen macht – und deshalb konsequenterweise auch unter “Konservatismus” versteht, “die Realität zu akzeptieren” zeigt damit vor allem, daß sie nicht weiß, wovon sie redet. Daß jemand mit so unterkomplexem Denken und Argumentieren nicht nur Bundesministerin ist, sondern auch promovierte Soziologin, ist das eigentliche Armutszeugnis für unsere Ausbildungsinstitutionen voller fußballspielender Schmetterlinge. Und offenbar hat Schröder auch kein Interesse daran, ihre Bildungslücken zu stopfen – denn in den mittlerweile fast zwölf Monaten ihrer Amtszeit hätte sie sich auf ein solches Interview doch ein wenig besser vorbereiten lassen können. Für sowas hat man ja Mitarbeiter_innen.

Stattdessen offenbart die Ministerin ein allenfalls rudimentäres Verständnis davon, daß es womöglich unterschiedliche Vorstellungen zu Geschlechterkonzepten gibt, und eine mehr als lückenhafte, eben: Ahnung von Themen, Strömungen und Geschichte der feministischen Bewegungen (wobei da ihre Interviewer vermutlich nicht klüger sind, denn der Spiegel bezeichnet Alice Schwarzer beharrlich als “die deutsche Ur-Feministin” (danke, @lantzschi!) oder als “die oberste Verfechterin der Sache der Frau” – as if!). So hält sie auch den Begriff des “konservativen Feminismus” für eine “Worthülse” und sagt so schöne Sachen wie:

Ich glaube, dass zumindest der frühe Feminismus teilweise übersehen hat, dass Partnerschaft und Kinder Glück spenden. Es ist nicht der einzige Weg, aber es ist doch für sehr viele Menschen der wichtigste.

Nun tue ich “dem” frühen Feminismus sicher nicht unrecht, wenn ich sage, daß auch damals Partnerschaft (die Frau Schröder in diesem Zitat, davon muß man wohl ausgehen, ausschließlich heterosexuell definiert) und womöglich auch Kinder als Glücksspender in Betracht gezogen wurden – aber gerade im Kontext der Partnerschaft haben sich viele Frauen seinerzeit womöglich gefragt: Mit wem eigentlich? Und warum soll ich mir in der Partnerschaft vom Mann vorschreiben lassen, ob ich arbeiten oder ausgehen darf? Oder sie haben sich womöglich dazu entschlossen, dann doch lieber mit einer Frau zusammenzuleben, weil sie dies mit Männern für schlichtweg unmöglich hielten. (Oder sie liebten schlichtweg eine Frau. Oder… aber das wird endlos.)

Statt sich mit all diesen Fragen inhaltlich auseinanderzusetzen, sondert Schröder eine Reihe von Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten ab und versichert aber schon am Anfang, “meine beste Freundin” (erinnert sich noch jemand an den irgendwann gräßlich sinnentleerten Spruch “Mein Freund ist Ausländer”?) sei Feministin, wähle auch Grün und so. Vielleicht sollte diese Freundin sich die Ministerin mal zur Brust nehmen – ganz ernsthaft, in deren eigenem Interesse – und ihr das mit dem Feminismus und der Frauenbewegung mal etwas auseinanderklambüsern.

Bei der Gelegenheit könnten sie auch einmal darüber diskutieren, wie man verstehen muß, daß Schröder die Einführung von Quoten als “Kapitulation der Politik” versteht. Denn Quoten, die Einführung also von bestimmten Mindestanteilen bei der Einstellung von Frauen in bestimmten Bereichen durch eine gesetzliche Regelung – also per Entscheidung des Gesetzgebers, der gewählten Volksvertreter_innen -, können keine Kapitulation der Politik sein, sind sie doch ein politisches Mittel. Davor mag man noch verhandeln, sich selbst verpflichten und all das – darauf hat Politik vielleicht Einfluß, mit ihren ureigenen Mitteln aber hantiert sie, wenn sie etwas regelt, das anders nicht zu erledigen ist. Das ist nicht Kapitulation, das ist eine Frage des politischen Gestaltungswillens. Den muß man in diesem Fall nicht haben – es gibt viele Gründe dafür, Quoten abzulehnen – aber sich auf “Sachzwänge” oder das Schlagwort “Kapitulation” zu berufen, ist unpräzise und für eine Person in Schröders Position schlichtweg feige.

Update:


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November 05 2010

Hart aber unfair

Juliane Wiedermeier sieht sich die de-facto-Frauenquote bei hart aber fair an (anläßlich der Sendung Quoten, Krippen oder Ellbogen – was brauchen Frauen zum Erfolg? zum “Weltmännertag”) und nebenbei auch einen Tweet der Bundesfamilienministerin – und schließt treffend:

Womit ich sagen will: “Hart aber fair” soll nicht über Gleichberechtigung reden, sondern gleichberechtig einladen. Und unsere Bundesfrauenrechtlerin soll aufhören, so zu tun, als sei sie ein kleines Mädchen, das man besser nicht alleine mit fremden Männern sprechen lässt. Oder solchen, die sie nur aus diversen Talkshows kennt.

(via)


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October 25 2010

Panik im evangelischen Patriarchat

Merke: Es ist erst einmal als Kompliment zu werten, wenn ein männliches Oberhaupt seine Domäne durch Frauen gefährdet sieht. Wem die Felle schwimmen, reagiert zerknittert. Was sich allerdings der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf da auf einer Tagung in Dresden als Begründung für seine Angst ausgedacht hat, ist mit Sorge zu betrachten. Deutschlandradio Kultur hat Folgendes bei seiner Rede mitgeschrieben:

Evangelische Theologiestundenten seien zumeist weiblich und eher ‘Muttityp als wirklich intellektuell’… Sie verbänden zumeist eher schlichte Gedanken mit der Vorstellung von einem ‘Kuschelgott’. Das sei auf Dauer eine bedrohliche Entwicklung für die evangelische Theologie, sagte Graf.


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September 20 2010

Her mit den gebärfreudigen Katholik_innen!

Wäre ich gläubiger, praktizierender Katholik, wäre ich wohl ziemlich beleidigt von der hirnentledigten Art und Weise, wie Wolfgang Böhmer diese Religionsgemeinschaft in die Sarrazin-Integrations-Deppendebatte hineinzieht:

Deutschland sei auf Zuwanderung aus Gegenden angewiesen, in denen es noch zum Lebensverständnis gehöre, Kinder zu bekommen. Dabei denke er vor allem an sehr katholische Regionen, betonte Böhmer.

Welche Regionen das sein könnten, läßt Böhmer freilich offen. Immerhin spricht er damit nach Meinung vieler genau die richtige Bevölkerungsgruppe an.

(Meldung via; Video via)


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September 15 2010

Theater-Performance Tucké Royale

Der neue Kultursalon Roderich (mit Videothek) eröffnet sein Programm mit einer Veranstaltung, die wohl auch für Leser_innen dieses Blogs interessant sein könnte und auf die ich deshalb (auf Thomas’ Bitte hin) gerne hinweise

TUCKÉ ROYALE ist ein Pseudohermaphrophit, d.h. sie (sic!) ist kein Mann, sie (sic!) ist keine Frau und sie (…) ist nicht einmal ein eindeutiger Zwitter. Sie ist (ein) Pseudo – wie das Theater.

Die KAKERLAKE spricht. Und erzählt von Wandlung zu Wandlung, keine Verkleidung ist echt, ist nur die Vorbereitung für die nächste, jedes Gefühl, jede Identifikation ist PSEUDO – und wird übermalt: mit roter, schwarzer, weißer Farbe, mit dem nächsten Text, der das Gegenteil behauptet, mit dem nächsten Lied, das das Ganze als Show simuliert: Hier bin ich nicht / Hier auch nicht / Aber such mich doch!

Im Grenzbereich zwischen Malerei, Performance, Installation und Theater ist die Biographie tatsächlich nur der Anlass für eine radikale ästhetische Auseinandersetzung mit den Themen und dem Material des Körpers, des Geschlechts, der Identität, des Künstlers.

Tucké Royale findet am 17. und 18. September jeweils ab 20 Uhr im Veranstaltungskeller des Kultursalons Roderich (Glogauer Str.19 in Berlin-Kreuzberg) statt.


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September 06 2010

Wer wo aufs Klo

Toiletten und Geschlechter-Piktogramme waren hier schon zuweilen Thema, aber Marissa vom Blog This Is Hysteria! hat sich jetzt besondere Verdienste erworben.

Ihre großartige, riesige Sammlung von Toilettentürschildern ist umfassend (wenn auch sicherlich alles andere als vollständig), umwerfend komisch und unbedingt sehenswert.


(via @moeffju)

(Update: Weitergehende Gedanken zum Thema gab’s übrigens auch schonmal im Mädchenblog: “Von den Schwierigkeiten des Erleichterns”via)


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The History of the Universe as Told by Wonder Woman

Trailer zu dem für nächstes Jahr angekündigten Dokumentarfilm The History of the Universe as Told by Wonder Woman; mehr dazu habe ich in meinem Filmblog aufgeschrieben.

Und hier ist gleich noch ein ausführlicherer Zwölfminutenclip zu sehen:


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July 29 2010

July 28 2010

July 27 2010

Jane Austen’s Fight Club

“No corsets, no hatpins, and no crying.”

(via)


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July 19 2010

July 16 2010

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