Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

May 18 2011

Doku: The Perfect Vagina

Ein 2009 gedrehter Dokumentarfilm von Lisa Rogers und Heather Leach über den Trend, daß immer mehr britische Frauen sich ihre Vagina operativ “verschönern” lassen. (Hier ist ein Artikel im britischen Guardian zu dem Film mit mehr Hintergrundinfos.)

Der Film ist in englischer Sprache und, wie man im Internet so sagt, NSFW – Not Safe For Work, also nicht dafür geeignet, daß man ihn sich in Kontexten ansieht, in denen anderer Leute moralischer oder ästhetische Grenzen berührt werden könnten. Es geht nämlich um Geschlechtsorgane.

(via)


Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)

May 03 2011

Anne Frank und die Anatomie der Geschlechtsorgane

Meine Lektüre des Tagebuch der Anne Frank liegt schon eine Weile zurück, so daß ich mich nicht daran erinnere, ob meine Ausgabe damals die Stelle enthält, die vor etwa anderthalb Jahren in einer Schule in Virginia (USA) für Anstoß sorgte

after a parent complained that the diary contained explicit sexual content inappropriate for an eighth grade readership. “While these pages could be the basis of a relevant discussion,” remarked school superintendent Bobbi Johnson, “they do not reflect the purpose of studying the book at the middle-school level and could foster a discussion in a classroom that many would find inappropriate.”

So beschreibt es das Blog Give A Fig (via); Textstelle des Anstoßes war wohl ein Eintrag zum 24. März 1944, in dem sich Anne Frank mit Form und Anatomie der Geschlechtsorgane (insbesondere ihrer eigenen) beschäftigt. Dies geschieht rein deskriptiv; der liebe M., dem ich diesen Hinweis verdanke, hat für mich freundlicherweise in seiner eigenen Ausgabe nachgesehen. Da steht zum Beispiel:

Ich würde Peter gern fragen, ob er weiß, wie ein Mädchen eigentlich aussieht. Ein Junge ist von unten, glaube ich, nicht so kompliziert gestaltet wie ein Mädchen. Auf Fotos und Abbildungen von nackten Männern kann man doch sehr gut sehen, wie die aussehen, aber bei Frauen nicht. Da sind die Geschlechtsteile oder wie das heißt mehr zwischen den Beinen. Er hat doch vermutlich noch nie ein Mädchen von so nahe gesehen, ehrlich gesagt, ich auch nicht.

Oder auch:

Bevor ich elf oder zwölf Jahre alt war, wußte ich nicht mal, daß es auch noch die inneren Schamlippen gab, die waren überhaupt nicht zu sehen. Und das Schönste war, daß ich dachte, der Urin käme aus dem Kitzler. Als ich Mutter einmal fragte, was dieser Stumpen bedeutet, sagte sie, daß sie das nicht wüßte. Die stellen sich immer so dumm! [...]

Von vorn siehst du, wenn du stehst, nur Haare. Zwischen den Beinen sind eine Art Kissen, weiche Dinger, auch mit Haaren, die beim Stehen aneinanderliegen. Man kann das, was drinnen ist, dann nicht sehen. Wenn du dich setzt, spalten sie sich auseinander, und innen sieht es sehr rot und häßlich fleischig aus. Am oberen Teil, zwischen den großen Schamlippen, ist eine Hautfalte, die bei näherer Betrachtung eigentlich eine Art Bläschen ist. Das ist der Kitzler.

Ich möchte hier nicht die ganze Stelle zitieren, finde aber wenig darin, daß in mir moralische Entrüstung hervorruft – eher noch das Bedürfnis, Kinder auch mal einen Blick in meinen Anatomieatlas werfen zu lassen, damit sie nicht allzu seltsame Vorstellungen entwickeln.

Der liebe M. verweist noch auf deutliche stilistische Unterschiede in den Übersetzungen ins Deutsche und Englische – sind vielleicht des Niederländischen mächtige Menschen anwesend, die zum Original Auskunft geben könnten? Wo kommt zum Beispiel oben das “häßlich” her? Hier ist zum Vergleich der letzte oben zitierte Absatz noch in der englischen Übersetzung:

When you’re standing up, all you see from the front is hair. Between your legs there are two soft, cushiony things, also covered with hair, which press together when you’re standing, so you can’t see what’s inside. They separate when you sit down and they’re very red and quite fleshy on the inside. In the upper part, between the outer labia, there’s a fold of skin that, on second thought, looks like a kind of blister. That’s the clitoris…


Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)

March 31 2011

Mary Roach: 10 things you didn’t know about orgasm

Die Journalistin und Autorin Mary Roach spricht auf der TED2009-Konferenz (Februar 2009 in Long Beach, Kalifornien) über 10 Dinge, die sie während der Recherchen zu ihrem Buch Bonk über Orgasmen gelernt hat. Stellenweise ist das sehr lustig, aber auf jeden Fall nur für Erwachsene. :-)

(via)


Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)

January 11 2010

CFP: Jugend-Aufklärungsbuch für Alle

Der folgende Call for Papers erreichte uns mit der Bitte um Verbreitung. Dem entsprechen wir doch gerne.

Wir wünschen uns Ihre Perspektive in unserer Aufsatzsammlung für Jugendliche mit und ohne Behinderung, queer, trans*-, inter-, homo-, hetero-, bi- oder asexuell. Sie können hier darstellen, was Sie selbst früher gern gesagt bekommen hätten.

Hier gibt es für unsere Autor_innen die Möglichkeit Probleme darzustellen, denen sie in Bezug auf ihre Sexualität ausgesetzt gewesen sind. Aber vor allem können hier Entdeckungen Revue passieren, die ihnen erlaubten ihr individuelles Verlangen und ihre eigenen Grenzen ernst zu nehmen und sich nicht durch normative Setzungen in ihrem persönlichen Raum einengen zu lassen.

Hierbei kann es sich um Auseinandersetzungen mit Medien, Sexualpraktiken, Liebe, Schönheitsidealen, einengende Erwartungshaltungen des näheren und weiteren Umfelds, Verhütung und die damit einhergehende Aushandlungsmoral, handeln.

Wir suchen Mitstreiter_innen die Lust haben sich an diesem, nicht-normativen Buchprojekt zu beteiligen.

Konzept:

Die bestehende Aufklärungsliteratur für Jugendliche wird dem Anspruch vielfältige Lebensweisen einzubeziehen bislang nicht gerecht. In der Regel wird hier weiterhin von einem heterosexuellen Normalzustand ausgegangen. Wohingegen Homo- und Bisexualität weitgehend als Randerscheinungen verhandelt werden. Diese Klassifizierung als Abweichung wird bei aller Normalitätsrhetorik durch die marginale Präsenz dieser Formen erotischen Verlangens in wenigen Extraseiten, oder -abschnitten weiterhin bestätigt. Ein Gegengewicht bilden hierzu Aufklärungsbücher, Coming-Out-Ratgeber und Jugendromane, in denen homo- bzw. bisexuelle Sexualidentitäten in den Vordergrund gestellt werden.

Noch schwieriger ist es um Sexualitäten bestellt, die sich weiter abseits der Zweigeschlechterdichotomie befinden. Queere Menschen, die sich nicht mit traditionellen Vorstellungen über Weiblichkeit und Männlichkeit identifizieren, tauchen in Kinder- und Jugendliteratur in der Regel nicht auf. Dadurch werden sie weiterhin implizit als Perverse oder Kranke klassifiziert. Dabei wird ausgeblendet, dass auch sie Jugendliche gewesen sind, die durch den Umstand des Nichtvorhandenseins positiver role-models mit unsinnigen Hindernissen während ihrer Jugend konfrontiert wurden.

Menschen mit körperlichen oder/und geistigen Beeinträchtigungen tauchen in der Mainstream-Aufklärungsliteratur ebenfalls nicht auf. Sie werden nicht als Menschen wahrgenommen, die ein Bedürfnis nach Sexualität haben oder auslösen können. Eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen der Sexualität beeinträchtigter Jugendlicher und der von Jugendlichen ohne Beeinträchtigung erscheint uns nicht wünschenswert. Eine Grundlage, auf der festgelegt werden kann, dass „Behinderung und Sexualität“ kein Thema ist, mit dem man sich an „normale Jugendliche“ richtet, ist in hohem Maße fragwürdig. Auch hiermit werden Vorstellungen bestärkt, dass behinderte Menschen keine „normalen Menschen“ seien.

Unser Anliegen ist es, „vielfältige Lebensweisen“ in einer nicht-hierarchisierenden Weise als Normalität anzuerkennen. Da jedes Individuum eine Abweichung von normativen Vorstellungen bildet, halten wir es dabei nicht für sinnvoll, lediglich in jeweils gesonderter Literatur auf spezifische Formen von Sexualität einzugehen. Aus diesem Grund soll dieses Buchprojekt dazu beitragen diese engen Spektren aufzubrechen und mehrere Perspektiven auf das Thema Sexualität zu verbinden.

Organisatorisches:

Beiträge und Ideen können bis zum 20. März an aufklaerungfueralle@gmx.de gesendet werden. Wir freuen uns über (ca.) 2- bis 15-seitige Beiträge. Wir sind uns darüber bewusst, dass dies sehr persönliche Geschichten sein können und werden entsprechend sensibel im Umgang mit deiner Arbeit und deinen Daten sein. Auf Wunsch können Beiträge selbstverständlich auch anonym bzw. unter einem Pseudonym veröffentlicht werden.

Die Herausgeberinnen:

Nadine Glade, 28, geboren und aufgewachsen in Brandenburg. Ihre erste wirklich beeindruckende Entdeckungsreise macht sie mit 18 in Nordamerika. Hier geht sie auf viele Rock- und Punkkonzerte und Demos. Lernt junge feministische Frauen kennen, durch die sie anfängt sich selbst und die Welt zu hinterfragen. Angeregt durch diese Eindrücke beschließt sie 2002 nach Oldenburg zu gehen um dort Politik, Pädagogik und Gender Studies zu studieren. Neben theoretischen Auseinandersetzungen mit postmodernen feministischen Theorien, setzt sie sich als Referentin des feministischen Referats der Uni Oldenburg auch praktisch für frauenpolitische Forderungen ein. Zunehmend gelangweilt von Oldenburg, der Uni und dem Studium geht sie 2007 erneut für 10 Monate ins Ausland – diesmal nach Litauen. Auch hier stellt sie, aus feministischer Sicht, gesellschaftliche Defizite fest, welche sie momentan in ihrer Abschlussarbeit verhandelt.

Anna Hollendung wird seit 26 Jahren permanent mit Geschlechterfragen konfrontiert. Das ist für eine Frau nun mal Alltag. In den letzten 6 Jahren hat sie diesen Faden bewusst aufgenommen, ihr alle-Welt-ist-gut-alter-Ego abgelegt und sich intensiv mit politischer Theorie und Philosophie, Geschlechterkonstruktionen, Rollenvorstellungen, Rüschen und Bärten auseinandergesetzt, erfindet Freiräume und Widerstand und wächst mit ihren Aufgaben. Seminare, Tutorien, Öffentlichkeitsarbeit im Autonomen Feministischen Referat der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, freie Bildungszusammenschlüsse und politische Subversion sind Bühnen auf denen sie ein- und auftritt. In ihrer Abschlussarbeit stellt sie dar, wie Menschenhandel thematisiert und bekämpft wird um für alle einzutreten, deren „Recht, Rechte zu haben“ (Hannah Arendt) unzulänglich behandelt bleibt. Denn sie ist davon überzeugt, dass keine Gesellschaft das Recht hat Menschen zu „menschlichen Abfall“ (Zygmunt Bauman) zu erklären. Das Magisterstudium der Politik und Gender Studies wird sie letztendlich 2011 beenden, zuvor wird sie noch für IPON als Menschenrechtsbeobachterin auf den Philippinen arbeiten.


Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:
6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)
Reposted byyetzt yetzt
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl